Mahnwache in Greven
Mahnwache in Greven
Die 28 Meter lange Liste der Flüchtlinge, die a.d. Weg n. Europa verstorben sind.
Fotos vom Aktionstag am 30.9. 2016: Die 28 Meter lange Liste der Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa verstorben sind.
Nelia Häuser und Volker Stephan beim Vervollständigen der Liste mit den Namen der Menschen, die vom 31.8. bis zum 30.9.16 gestorben sind.
Nelia Häuser und Volker Stephan beim Vervollständigen der Liste mit den Namen der Menschen, die zwischen dem 31.8. und dem 30.9.16 umgekommen sind.
Lesen und Gedenken der persönlichen angaben über die verstorbenen Menschen.
Lesen der persönlichen Angaben über die verstorbenen Menschen und Gedenken derer.
Martin Kolek auf der "seawatch" (© Christian Büttner Quadrolux Berlin), der beim Vortrag am 30.9.2016 von dieser Bergungsaktion berichtete.
Flashmob am 12.5.2018 für Münster "Stadt der Zuflucht"
Martin Kolek auf der "seawatch" (© Christian Büttner Quadrolux Berlin), der beim Vortrag am 30.9.2016 von dieser Bergungsaktion berichtete.

Mahnwachen der Werkstatt Gruppe Politik

 

Wir empfinden das Sterben vor Europas Haustür unerträglich und fordern ein sofortiges Ende!

Bei unseren Mahnwachen für auf der Flucht nach Europa verstorbene Menschen entrollen wir die "list of death" von UNITED AGAINST RASICM. Sie ist ca 50 m lang und verweist auf die Daten von über 36 000 Toten. Wir lesen und schreiben die Namen der im letzten Monat getöteten Flüchtlingen! Wir bitten Sie, liebe/r LeserIn um Unterstützung, Anteilnahme und Nachahmung!

Hier können Sie einen visuellen Eindruck von einer unserer Mahnwachen bekommen: InterAktion 

Die "list of death" von UNITED finden Sie hier: http://unitedagainstrefugeedeaths.eu/about-the-campaign/about-the-united-list-of-deaths/

Bei unseren Aktionstagen verbinden wir die Mahnwache mit einer Informationsveranstaltung über Fluchtursachen oder -wie zuletzt- über die Abschottungspolitik der EU.

Bei unserem letzten Aktionstag waren wir zu Gast in Ahlen, einer Stadt, die jahrhunderte lange Erfahrungen mit Migration hat. Wir haben wir uns von unserem Kooperationspartner, dem "Förderverein für Flüchtlinge" erzählen lassen, wie sie den aktuell ankommenden Flüchtlingen helfen in der Stadt gut anzukommen. Auch der Verein KGV "keiner geht verloren" hat uns mit seinen vielfältigen Ansätzen junge Menschen in diese Gesellschaft zu integrieren, überzeugt.

Am Vortragsabend erläuterte Olaf Bernau von aei die aktuelle Eu-Migrationspolitik und erzählte an Beispielen, wie Migranten und Flüchtlinge in Afrika durch die von der EU finanzierte Schließung von Migrationsrouten zunehmend in ihrer Bewegungsfreiheit behindert werden. Dies greift massiv in die Jahrhunderte alte zirkuläre Arbeitsmigration ein. Eine Migration, die notwendiger denn je, die prekäre wirtschaftliche Lage in vielen afrikanischen Staaten auffangen könnte. Auch für die menschenunwürdigen Lebensbedingungen tragen die europäische Staaten eine Mitverantwortung, die wie andere reiche Industrieländer die ökonomischen Existenzgrundlagen afrikanischer Staaten nach wie vor unterhöhlen. Viele Menschen sind auf der Suche nach einem Ort, an dem sie in Würde leben können. Da Deutschland und die EU jedoch mit Diktaturen zusammenarbeiten, um die Migrationsrouten zu unterbinden, kommen viele der notleidenen Menschen hier nicht mehr an: Die Summe all jener Prozesse, die dazu führen, dass die EU ihre Grenzen immer weiter nach außen verlagert, bezeichnet Olaf Bernau als Externalisierung.

 

Pressereaktionen:

WN, Greven: Jeder Name ist einer zuviel!

www.afrique-europe-interact.net

 united against rasicm

https://sea-watch.org/