Die 28 Meter lange Liste der Flüchtlinge, die a.d. Weg n. Europa verstorben sind.
Fotos vom Aktionstag am 30.9. 2016: Die 28 Meter lange Liste der Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa verstorben sind.
Nelia Häuser und Volker Stephan beim Vervollständigen der Liste mit den Namen der Menschen, die vom 31.8. bis zum 30.9.16 gestorben sind.
Nelia Häuser und Volker Stephan beim Vervollständigen der Liste mit den Namen der Menschen, die zwischen dem 31.8. und dem 30.9.16 umgekommen sind.
Lesen und Gedenken der persönlichen angaben über die verstorbenen Menschen.
Lesen der persönlichen Angaben über die verstorbenen Menschen und Gedenken derer.
Martin Kolek beim Vortrag in der Stadtbücherei.
Martin Kolek von seawatch beim Vortrag in der Stadtbücherei am 30.9.2016
Martin Kolek auf der "seawatch" (© Christian Büttner Quadrolux Berlin)
Martin Kolek auf der "seawatch" (© Christian Büttner Quadrolux Berlin)

Freitag, 30.9.16 - Aktionstag der Werkstattgruppe Politik

Mahnwache zum Weltflüchtlingstag am 23.6.2017 von 15 -18.30 Uhr Domplatz

Die Videokünstlerin Minkyung Kim hat dazu einen Film gedreht. Er kann über diesen Link angesehen werden: InterAktion

Wir entrollen eine über 30 Meter lange Liste der auf der Flucht nach Europa von 1993 - Mai 2017 verstorbenen Menschen. Wir lesen und schreiben die Namen, der im Juni 2017 verstorbenen Menschen. Wir fordern das Sterben vor Europas Haustür zu stoppen!

Wir bitten alle Menschen um Unterstützung und Anteilnahme!

Abends laden wir zum Vortrag mit Olaf Bernau von europe interact d´afrique zu Fluchtursachen und Hindernissen in den Lesesaal der Stadtbücherei 19.30 Uhr

 

Was treibt die vielen Tausenden Menschen aus Afrika in die Boote der Schlepper und in die Todesfalle Mittelmeer? Um Halbwissen und Vorurteilen zu begegnen und neue Sichtweisen zu ermöglichen, laden wir, der politische Aktionskreis der "Werkstatt Kinderhaus" zu einem Vortrag mit dem Bremer Diplom-Soziologe Olaf Bernau über die Ursachen der Flucht von Afrika nach Europa sprechen.

Bernau will zeigen, dass der alte Kolonialismus zwar beendet zu sein scheint, sein Erbe aber in neuen Abhängigkeiten weiterlebe. Noch immer diene Afrika weitestgehend als billiger Rohstofflieferant für den „Westen“, von dem Reichtum an Bodenschätzen haben weite Teile der armen Bevölkerung nichts. Die EU flute die Märkte sowohl mit Hühnchen und Gemüse zu Dumpingpreisen als auch mit teuren Industrieprodukten. Und der Internationale Währungsfonds lege Programme auf, die Afrika mit der immer weiter fortschreitenden Öffnung seiner Märkte teuer bezahle. So würden ausländische Unternehmen den Kontinent um seine Ressourcen berauben, ohne in angemessener Weise Steuern oder Lizenzgebühren zu entrichten.

Heute, so Bernau, kollabiere das Gesundheitssystem vieler afrikanischer Staaten, die Lebensverhältnisse seien zunehmend desaströs und die Perspektivlosigkeit treibe die Menschen in die Flucht. Im transnationalen Netzwerk Afrique-Europe-Interact (AEI) arbeitet Olaf Bernau daran mit, die Rechte von Migrant/innen in Afrika und Europa zu stärken.

Jüngstes Projekt ist die Finanzierung eines „Alarmphones Sahara“, das in der Wüste gestrandeten Migrant/innen aus ihrer lebensbedrohlichen Situation retten will. Das Notruftelefon wird aktuell von einheimischen Aktiven in Burkina Faso und Niger konzipiert und soll zum Beispiel durch einen Rettungs-Jeep flankiert werden, dessen Anschaffung etwa 25.000 Euro kostet und durch Spenden finanziert werden soll.

Olaf Bernau steht nach seinem Vortrag für Fragen und Diskussion zur Verfügung. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

Christiane Berg, Tina Suthues, Katja Weber, Clemens Krause, Volker Stephan und  Teresa Häuser

 

 

Links:

www.afrique-europe-interact.net

 united against rasicm

Seawatch ,

 


Wer die Seawatch oder die Schiffe der anderen NGOs (Aquarius, Dignity I,Sea Eye,Bourbon Argos, Iuventa) nicht aus den Augen verlieren will, kann eine Webseite zum Verfolgen der Schiffe, die ein "AIS" (Automatisches Identifikations-System) haben, aufrufen:
marinetraffic:
Man kann dann oben rechts: Hafen/Vessel: Sea-watch2 eingeben,
oder sich einen eigenen kostenfreien account erstellt werden, mit dem mehrere Schiffe als "eigene Flotte" aktiviert werden können.